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AEVO-Prüfungstrainer

AEVO-Fachgespräch: Ablauf und die 10 häufigsten Prüferfragen

Frau im Büro bereitet sich am Smartphone auf ein Gespräch vor

Das Fachgespräch ist der Teil der AEVO-Prüfung, vor dem die meisten Respekt haben: 15 Minuten, in denen die Prüfer Fragen zu deiner Unterweisung und zur Ausbildungspraxis stellen — und du nicht weißt, was kommt. Die gute Nachricht: Die Fragen sind erstaunlich vorhersehbar, wenn du das Prinzip dahinter kennst.

So läuft das Fachgespräch ab

Die praktische Prüfung dauert insgesamt maximal 30 Minuten: 15 Minuten Präsentation oder praktische Unterweisung, danach 15 Minuten Fachgespräch. Die Prüfer wollen im Gespräch vor allem eines wissen: Hast du deine Unterweisung verstanden — oder nur auswendig gelernt? Fast alle Fragen zielen darauf, dass du deine Entscheidungen begründest.

Die 10 häufigsten Prüferfragen

  1. „Warum haben Sie dieses Thema gewählt?“ — Begründe mit dem Ausbildungsrahmenplan und dem Ausbildungsstand deines Azubis.
  2. „Warum haben Sie diese Methode gewählt?“ — Die Klassikerfrage. Begründe mit Thema, Lernziel und Zielgruppe — nicht mit „das macht man so”.
  3. „Welches Lernziel hatte Ihre Unterweisung?“ — Nenne Grob- und Feinziel und den Unterschied zwischen Kennen und Können.
  4. „Welche Lernbereiche haben Sie angesprochen?“ — Kognitiv, affektiv, psychomotorisch — mit Beispiel aus deiner Unterweisung.
  5. „Was hätten Sie getan, wenn der Azubi einen Fehler macht?“ — Fehler als Lernchance: nachfragen, selbst erkennen lassen, nicht bloßstellen.
  6. „Wie geht es nach dieser Unterweisung weiter?“ — Üben, Wiederholen, Transfer in den Arbeitsalltag, Erfolgskontrolle.
  7. „Welche Rolle spielt der Ausbildungsrahmenplan?“ — Er ist die sachliche und zeitliche Gliederung deiner Ausbildung — deine Planungsgrundlage.
  8. „Wie berücksichtigen Sie unterschiedliche Lernvoraussetzungen?“ — Methoden variieren, individuell fördern — keine Schubladen („Lerntypen”).
  9. „Welche Pflichten hat Ihr Auszubildender?“ — Lernpflicht, Sorgfaltspflicht, Weisungsgebundenheit, Berichtsheft.
  10. „Was tun Sie, wenn der Azubi wiederholt zu spät kommt?“ — Stufenweise: Gespräch, Ursachen klären, Konsequenzen aufzeigen — Jugendliche und Erwachsene unterscheiden.

Wie du dich vorbereitest

Zwei Dinge nehmen dem Fachgespräch den Schrecken: laut begründen üben (erkläre einer anderen Person, warum deine Unterweisung so aufgebaut ist) und die Theorie dahinter sicher können — genau die Handlungsfelder 3 und 4, aus denen die meisten Fragen kommen.

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